Ordentliche Vertreterversammlung 2019

Am 27. Juni 2019 trafen sich Vertreter/innen, der Aufsichtsrat und der Vorstand unserer Genossenschaft im Mietertreff WuhleAnger zum Höhepunkt des Genossenschaftsjahres - der Ordentlichen Vertreterversammlung.

Das zurückliegende Geschäftsjahr 2018 war durch den Großschaden in der Berliner Wohnanlage Cecilienstraße geprägt. Die Prokuristin, Frau Jutta Zwick, informierte umfassend darüber, was in den zurückliegenden 18 Monaten in der Cecilienstraße geschah, wie das Großschadensmanagement aufgebaut ist und funktioniert hat. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2019 wirkt sich dieses Schadensereignis aus.

Der geschäftsführende Vorstand, Herr Jörg-Peter Schulz, konnte den Vertretern/-innen berichten, dass - trotz der mit dem Großschaden verbundenen zusätzlichen Aufgaben - im zurückliegenden Jahr der letzte Bauabschnitt der Nachrüstung von Aufzügen in der Berliner Trusetaler Straße termingerecht und im geplanten Budget fertiggestellt wurde. Mit 5 weiteren Aufzügen ist nun diese Maßnahme im Wesentlichen abgeschlossen. Von insgesamt 219 Objekten verfügen 166 über einen Aufzug, das sind 75%.

Der Kauf der Arrondierungsflächen in der Cecilienstraße konnte in 2018 endlich abgeschlossen werden. Der Lasten-Nutzen-Wechsel fand zum 01. Januar 2019 statt. Die Baugenehmigung für 70 Wohnungen und eine Kita liegt nun auch seit dem11. Juni 2019 vor, so dass mit der Baufeldfreimachung begonnen werden konnte.

Umfassend nahm Herr Schulz zum Thema Mietpreisbremse, Enteignung von Immobilienunternehmen und dem Mietendeckel Stellung. Das größte Risiko für Wohnungsunternehmen liegt derzeit in der Wohnungs- und Mietenpolitik des Berliner Senats. Unternehmen, wie unsere Genossenschaft, die schon immer eine sehr moderate Mietenpolitik umsetzen, werden jetzt abgestraft. Die letzte bestandsübergreifende Mietanpassung ist 10 Jahre her. Modernisierungsumlagen für nachgerüstete Loggien und Aufzüge kappen wir freiwillig sehr großzügig. Statt Neubau zu fördern, werden die Immobilienunternehmen reglementiert und fälschlicherweise alle gleichgesetzt.

Die Vertreterschaft bestärkte Aufsichtsrat und Vorstand darin, sich gemeinsam mit unserem Verband der Berlin Brandenburgischen Wohnungsunternehmen öffentlich gegen diese Politik zu bekennen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Achim Wegeleben erstattete den Bericht des Aufsichtsrates. Der Prüfbericht des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. bestätigt die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und dass Vorstand und Aufsichtsrat ihren gesetzlichen und satzungsmäßigen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachgekommen sind.

Unsere Mietenpolitik bleibt moderat. Das war in der Vergangenheit so und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, bekräftigte Herr Wegeleben.

Der Beschluss zur Feststellung des Jahresabschlusses per 31.12.2018 inklusive der Gewinnverwendung wurde einstimmig gefasst. Aufsichtsrat und Vorstand wurde durch die Vertreterversammlung für das zurückliegende Geschäftsjahr einstimmig Entlastung erteilt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Wegeleben dankte der Vertreterversammlung für das ehrenamtliche Engagement sowie dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Genossenschaft für die außergewöhnlichen Anstrengungen im zurückliegenden Geschäftsjahr und für die geleistete Arbeit.