Mieterfahrt zum Kranicheinfall im Rhinluch am 18.Oktober 2017

Das beeindruckende Schauspiel des Kranichzuges im Rhinluch zieht in jedem Jahr viele Besucher an. Durchschnittlich rund 60.000 Kraniche wurden jeweils in den letzten Jahren gezählt. (Rekord: Am 21.10.2014 wurden an einem Tag über 120.000 Kraniche gezählt.) Damit gehört das Gebiet um Linum zu den größten Kranichrastplätzen Europas. In der Umgebung des Ortes finden Kraniche einladende Äsungsflächen, die wir auf der Hinfahrt durchstreiften, um die Kraniche bei der Futtersuche zu beobachten. Via Äsungsflächen der Kraniche zog es uns zum Mittagessen auf das Gut Hesterberg. Eine repräsentative Umfrage der ARD hat Gut Hesterberg zum schönsten Bauernhof Deutschlands 2012 gekürt. Trotz der Konkurrenz von - oft mehrere Jahrhunderte alten - idyllischen Gutshöfen prämierten die Zuschauer Gut Hesterberg. Dort erwartete man uns zu einem Schlachte-Buffet mit hauseigenen und frischen Schlachtefest-Produkten. Nach dem Essen wurden wir von der Seniorchefin, Frau Brigitte Hesterberg, zu einer Hofführung abgeholt. Wir erfuhren alles über die Entstehung des Gutshofes, über die Haltung von glücklichen Tieren und über die Herstellung von naturbelassenen Fleisch- und Wurstwaren. Das Gutsgelände liegt innerhalb des Kranichluchgebietes im Ruppiner Land.

Am Nachmittag fuhren wir nach Hakenberg, einer Nachbargemeinde von Linum. Schon weit über das freie Feld hin ist das "Wahrzeichen" Hakenbergs sichtbar: Die Siegessäule. Sie steht als Erinnerung an die legendäre Schlacht bei Fehrbellin am 18. Juni 1675. In Linum erlebten wir dann den allabendlichen Einflug der Kraniche in die Schlafgewässer. Wir wurden Zeuge eines großartigen Naturschauspiels, als die Kraniche und Gänse in langen Ketten aufgeregt rufend und trompetend über den dämmernden Himmel zogen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Frau Elke Rädel, die wieder einen schönen Nachmittag organisiert hat.