Unsere Mieterfahrt am 25. April 2017 führte uns ins brandenburgische Umland.

Am Vormittag besuchten wir die Feldsteinkirche in Niebendorf, die im Inneren eine prächtige Ausstattung birgt. Alles irgend „erlaubte“ Bildwerk in einer evangelisch-lutherischen Kirche ist hier in allerreichster Ausführung. Die letzten Restaurierungsarbeiten wurden im November 2016 abgeschlossen.

Zum Mittagessen fuhren wir in den Nachbarort Heinsdorf. Das dortige Gasthaus bietet zur Spargelzeit ein „Spargelessen mit Nachschlag“ an, das je nach Wunsch mit Schnitzel oder Rührei serviert wurde. Die Küche verwendet überwiegend selbst produzierte und regionale Produkte, was dem Geschmack zu Gute kommt.

Nach dem Mittagessen ging es dann nach Jüterbog. Viele Menschen besuchten Anfang des 16. Jahrhunderts Jüterbog und damit auch den Dominikaner Johann Tetzel. Zurück kamen sie mit dessen Ablassbriefen. Dadurch setzten sie Martin Luther in Bewegung, der mit seinen 95 Thesen gegen den Ablass an die Öffentlichkeit trat.

Uns erwarteten in Jüterbog mittelalterliche Bauten in Back- und Feldstein. Das Highlight war der Spaziergang in die mächtige doppeltürmige Hauptkirche St. Nikolai. Johann Tetzels Wirken in Jüterbog brachte ihn in das Scheinwerferlicht der Weltgeschichte. Er sah gewiss als einer der Ersten, wie radikal Luthers Kritik die Kirche und Gesellschaft erschütterte.

Frau Elke Rädel hatte mit diesem Ausflugszielen wieder eine sehr interessante und lehrreiche Tour ausgewählt und auch selbst begleitet, wofür wir uns sehr bedanken.